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Resteessen oder Reste essen

 

Heute morgen fuhr ich durch die Rehberge, vorbei am Nordostufer des Plötzensees.

Diese Uferseite wird zurzeit, natürlich aufgrund des warmen Wetters, intensivst genutzt. Menschen treffen sich dort am Abend, um sich von der schwülen Luft in der Stadt zu erholen.

Und, wie im letzten Artikel geschrieben, fühlt sich der Mensch nur wohl, wenn er viel Müll produziert. Am Uferweg stehen viele öffentliche Mülleimer, die auch wirklich genutzt werden. Heute morgen habe ich mir überlegt, ob ich nicht einmal alle Mülleimer fotografiere und einen Mülleimer exemplarisch untersuche.

Während ich so in meine Müll-Gedanken vertieft war, sah ich … Weiterlesen …

Erdbeerzeit

In Anbetracht der Tatsache, dass ich meine eigenen Erdbeeren noch nicht ernten kann

Erdbeeren-7388

und mich ein Sonderverkaufsaufsteller im Supermarkt heißhungrig auf die roten Früchte machte, habe ich eine Packung gekauft.

Angeboten wurden die Erdbeeren in einer Plastikschale ohne Ummantelung:

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Räucherwerk

Rauchopfer gibt und gab es zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Auch in unserer gegenwärtigen Kultur ist die Sitte, Rauchopfer den Göttern darzubringen, weit verbreitet, wie sich überall in der Stadt nachweisen lässt.

Neben Plastiktüten (als Opfermacher) und Pappbechern (Trankopfer) gibt es einen dritten Gegenstand, der allgegenwärtig ist und der aus unserem urbanen Leben nicht mehr wegzudenken ist: der Glimmstängel.

Räucherwerk (5 von 12)

 

Müll-Archäologisch möchte ich heute nur einen Aspekt dieser Rauchopfer ein wenig näher untersuchen, auch wenn die Versuchung groß ist, eine religionswissenschaftliche Abhandlung darüber zu schreiben.

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Der Reiz des Unerlaubten

Wer ist ihm nicht schon einmal erlegen, dem Reiz des Unerlaubten? Wer von uns bekam in seiner Kindheit nicht zu hören, dass man sein Bonbonpapier nicht auf die Straße wirft. Aber hat es geholfen? Verbote zu übertreten bereitet fast jedem Freude.

Reiz des Unerlaubten-33 Weiterlesen …

„Achtung!! Viele Splitter Drin“

Gestern war es nach langer Zeit endlich mal wieder soweit, ich musste nach Neukölln.

Am U-Bahnhof „Rathaus Neukölln“ habe ich meinen Spaziergang begonnen. Ich ging durch die Erkstraße, überquerte die Sonnenallee und kam in die Wildenowstraße.

Was ich auf diesem kurzen Stück erlebte, ließ mich erstaunen: Wo war der ganze Müll geblieben? Für Neuköllner Verhältnisse war es extrem sauber, nur hier und da lag mal ein Pappbecher herum.

Aber dann, ich wußte es: die Weserstraße enttäuscht mich nie!

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Potsdam – Ein Vorbild für Berlin?

In der letzten Woche erzählte mir ein guter Freund, ich werde ihn hier Oskar nennen, von seiner „Müll-Korrespondenz“ mit der Stadt Potsdam und dem daraus resultierenden Ergebnis.

Am 12. Juni 2012 schrieb Oskar an den Oberbürgermeister von Potsdam:

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„Ach Tannenbaum, ach Tannenbaum, …

Der Weihnachtsbaum, der stehende, geschmückte Lichterbaum als Mittelpunkt des häuslichen Kinderfestes Weihnacht ist eine besondere Form des uralten, weitverbreiteten Wintermaien. Diese besondere Form ist seit dem Jahre 1600 ca. im Elsaß urkundlich belegt, ist eine deutsche städtische Sitte, die sich wahrscheinlich vom Elsaß aus allmählich über Deutschland, im Laufe des 18. und vor allem 19. Jh. über den skandinavischen Norden und seit der 2. Hälfte des 19. Jh. über die ganze Welt verbreitet hat. … Den späten Jahreszahlen 1815, 1830, z. B., die für das erste Auftreten des Weihnachtsbaumes in Danzig angegeben wurden, steht die Nachricht entgegen, daß man 1698 fruchtbehangene Bäume auf dem Christmarkt in Danzig kaufen konnte. (Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd. 9, Nachträge, S.903)

Ein wesentliches Kennzeichen des Weihnachtsbaumes sind die Lichter. Neben fruchtbehangenen Bäumen sind auch Weihnachtsbäume verbürgt, die mit Flitter, Gold, Papierblumen, Oblaten, Kuchen, Eiern (sic!) geschmückt wurden.

Bisher allerdings unbekannt sind Weihnachtsbäume, die mit Müll, Schrott und wertlos gewordenen Dingen behangen werden.

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4. November 2011 – Workaround + Turnaround

Dass die Berliner Straßen seit Jahren nur notdürftig repariert werden, ist ja allgemein bekannt. Dass sich dieses Phänomen nun auch auf die Stadtreinigung ausweitet, ist neu.

Failure - 3. November 2011

Workaround - 4. November 2011

Der Müll wurde entsorgt und der Mülleimer geschlossen – auch eine Möglichkeit der Reparatur. Dies hat aber einen Hundebesitzer nicht davon abgehalten, das Geschäft seines Lieblings fein säuberlich unter dem geschlossenen Müllbehälter auf einem Papiertaschentuch zu entsorgen.

Nicht nur der Hundebesitzer hat sich fast richtig verhalten, auch die Reparatur des Mülleimers ist leider nur fast richtig. Sinnvoll wäre die folgende Variante gewesen:

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Doggy bag oder Ü-Eier für die StraßenfegerInnen

Immer häufiger sieht man gerade in Parkanlagen kleine Behälter, die ihrerseits kleine Plastiktüten spenden, damit Herrchen und Frauchen die Hinterlassenschaften ihres Lieblings entfernen.

Wie letzthin im Tagesspiegel zu lesen, scheint sich allmählich ein positiver Umgang mit dem Hundekot abzuzeichnen. Die Hundebesitzer greifen immer öfter zur Tüte.

Dieser sehr lobenswerte Trend scheint aber eine andere Entwicklungstendenz nach sich zu ziehen.

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Straßenfegerinnen, Müllträgerinnen und Postillioninnen

Heute morgen sah ich eine Straßenfegerin bei der Arbeit. Das erinnerte mich daran, dass auf einer Müllveranstaltung eine Teilnehmerin ganz verdutzt war, als von Müllfrauen und Straßenfegerinnen die Rede war.

Ehrlich gesagt, eine leibhaftige Müllfrau, die mit den großen orangen Wagen durch die Berliner Straßen fährt, habe ich auch noch nicht gesehen. Aber mir fiel eine Postkarte ein, die ich vor vielen Jahren im Märkischen Museum gekauft habe.

Zille-Müllträgerinnen

Zille - Müllträgerinnen

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„Bei IKEA soll niemand hungrig nach Hause gehen!“

Diesem Aufruf des unmöglichen Möbelhauses aus Schweden scheinen viele Kunden Folge zu leisten.

Anreise

Fährt man mit dem Bus M 46 zu IKEA-Tempelhof am Sachsendamm und steigt an der Haltestelle Reichartstraße aus, so richtet sich der Blick schnell auf ein blau-gelbes Banner mit der Aufschrift: „Kurzer Fußweg zu IKEA“

Kurzer Fußweg zu IKEA Weiterlesen …

Trennen oder Separieren?

Längst hatte ich vor, den aus drei Kammern bestehenden Küchenmüllbehälter der Charlottenburger Abfuhrgesellschaft m. b. H. vorzustellen.

Gestern sah ich, dass böttcher + henssler den Wettbewerb trenntmöbel gewonnen haben und so ist es nun endlich an der Zeit, die Anfänge der Mülltrennung in Berlin mal ein wenig genauer zu betrachten.

1902 meldet die Charlottenburger Abfuhrgesellschaft m.b.H. ihr Separations-System zur Mülltrennung in den Charlottenburger Haushalten an. Gedacht war dieses Trennsystem für den Müll, der nicht durch das Kanalsystem entsorgt werden konnte. Weiterlesen …

Berliner Flaschen – Teil 2

Nicht nur der Mensch ist nicht gern alleine …


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Berliner Flaschen – Teil 1

Gestern veranstaltete glas + bild einen facettenreichen Müll-Abend.

Während der Veranstaltung präsentierte Cristian Loaiza sein neuestes Buch „Alcohol“.

Jeder wird sich nun fragen, was ein solches Buch mit Müll zu tun hat. Die Antwort ist sehr einfach: das Buch ist in Flaschen publiziert!

Jede der 45 Buchseiten steckt zusammengerollt in einem leeren Flachmann, der auf Berliner Straßen, Parks … eingesammelt wurde. Wer ein solches Flaschen-Buch erwerben möchte, kann Kontakt über milena berlin aufnehmen, allerdings sollte man vor dem Kauf des Buches beachten, dass es ein wenig mehr Platz im Regal benötigt als ein herkömmliches … Weiterlesen …

5. August 2011 – Schirmherrinnen

Nachdem der Juli viele kaputte und weggeworfene Regenschirme im Stadtbild hinterlassen hat, wurde meine Aufmerksamkeit heute gleich auf zwei interessante Schirmherrinnen gelenkt. Beide zeigen, dass man Regenschirme nicht wegwerfen muss, wenn diese Sturm und Regen nicht Stand gehalten haben.

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1. August 2011, Der Juliregen und seine Relikte

Unter dem Pflaster, ja da liegt …

nicht nur der Strand, sondern auch allerlei kleinere und größere Schätze.

Ein Blick auf den Aushub einer Baugrube lohnt sich immer.

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Feuerstühle oder „Ich mach dir Feuer unter’m Hintern“

Beschäftigt man sich mit der Geschichte des Mülls, dann führt kein Weg an Fäkalien vorbei.
In den „Arbeiten der Deutschen Landwirtschafts=Gesellschaft“ fand ich einen Artikel, der sich 1896  einem ganz interessanten Vorschlag zur Entsorgung der menschlichen Ausscheidungen widmete: Den Feuerstühlen!

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22. Juni 2011, Gustav-Heinemann-Brücke, Berlin-Mitte

Eines meiner Lieblingsobjekte ist der Behälter für die Flyer der Reederei Riedel an der Gustav-Heinemann-Brücke gegenüber vom Hauptbahnhof. In den seltesten Fällen enthält er die Gegenstände seiner Bestimmung.

Berliner Hundehaufen

Wir alle haben uns, weiß Gott wie oft schon, über die Hundehaufen auf den Berliner Bürgersteigen geärgert. Niemand von uns, der sich nicht schon mal gefragt habe, wo denn der süssliche Duft herkommt, der ihn plötzlich umgibt.

Aber wer weiß eigentlich, dass die Anlage der Berliner  Bürgersteige, auch Trottoirs genannt, über die Hundesteuer finanziert wurde?

Im Jahr 1824 legten Lutter & Wegner vor ihrem Weinrestaurant ein Trottoir an, welches den Gefallen Friedrich Wilhelm III.  fand. Weiterlesen …

13. Juni 2011 – Neuköllner Bär, Weserstraße